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Bild Das Bewu├čtsein ÔÇô philosophische, psychologische und physiologische Aspekte

Das Bewu├čtsein ÔÇô philosophische, psychologische und physiologische Aspekte

Band 16 der Schriftenreihe der FREIEN AKADEMIE

Kategorie:
Schriftenreihe der Freien Akademie
Bestellnr:
21062
Autor:
J├Ârg Albertz (Hg.)
Ausf├╝hrung:
219 S., kart.
ISBN:
3-923834-14-4
Verlag:
Freie Akademie

15,00 €*
*incl. 7% MwSt


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Inhalt:
Aus der Einladung zu der Tagung vom 24. bis 27. September 1992:
Der Begriff ┬╗Bewu├čtsein┬ź ist aus unserer Sprach- und Vorstellungswelt nicht mehr wegzudenken. Dennoch ist das Wort ┬╗Bewu├čtsein┬ź erst durch Christian Wolffs 1719 erschienenes Buch ├╝ber Metaphysik ┬╗Vern├╝nftige Gedanken von Gott, der Welt und der Seele des Menschen, auch allen Dingen ├╝berhaupt┬ź in Erscheinung getreten. Die ihm vorhergehenden lateinischen und englischen bzw. franz├Âsischen Begriffe ┬╗conscientia┬ź und ┬╗conscience┬ź (┬╗conscienceness┬ź) bedeuten urspr├╝nglich nur ┬╗Gewissen┬ź. Hierin deutet sich eine ├╝ber den psychologisch-biologischen Bereich hinausgehende Bedeutung des Bewu├čtseins an, die auch auf die moralische, religi├Âse und kulturgeschichtliche Sph├Ąre verweist. Schon bald hat das Bewu├čtsein, ausgehend von DescartesÔÇś Gleichsetzung von ┬╗cogitatio┬ź und ┬╗conscientia┬ź, eine zentrale Stelle in der Philosophie und Psychologie erreicht und spielt in der Erkenntnis- und Moralphilosophie des deutschen Idealismus die Hauptrolle. Schopenhauer setzt in seiner Ablehnung des deutschen Idealismus dem verabsolutierten Bewu├čtseins-Begriff die Macht des dunklen, triebhaften Willens entgegen. Von hier aus wird immer zugleich dem Bewu├čtsein das Unbewu├čte in allen ├ťberlegungen und Untersuchungen gegen├╝bergestellt. Auch uns besch├Ąftigen noch immer Fragen aus dem Problemkreis der Entstehung des Bewu├čten aus dem Nicht-Bewu├čten. Aber au├čer solchen Entwicklungs- und Evolutionsproblemen r├╝cken vor allem die hirnphysiologischen Untersuchungen zunehmend in den Mittelpunkt. Man versucht zu erforschen, wie bewu├čtes Handeln und Denken, aber auch das Bewu├čtsein selbst vom menschlichen Gehirn geleistet werden.

Deswegen will die FREIE AKADEMIE in einer Arbeitstagung die unterschiedlichen Aspekte der bisher unternommenen Anstrengungen einer Selbstaufkl├Ąrung des Bewu├čtseins aufzeigen und die Bedeutung der Thematik herausstellen.

Die Referate dieser Tagung wurden in Band 16 der Schriftenreihe der FREIEN AKADEMIE ver├Âffentlicht:

KLAUS WELLNER
Reflexionen bezogen auf eine Ph├Ąnomenologie des Bewu├čtseins

FRANZ SEITELBERGER
Zum Entstehen und Geschehen des Bewu├čtseins ÔÇô Ein neurobiologischer Beitrag

ERHARD OESER
Die kognitive Wende und die R├╝ckkehr des Bewu├čtseins ÔÇô Integrationsm├Âglichkeiten multidimensionaler Bewu├čtseinskonzepte in den Kognitionswissenschaften

JOHANN J. GESTERING
├ťber den Umgang mit Bewu├čtsein ÔÇô Jean Gebser und der indische Buddhismus

GEORGES GOEDERT
Schopenhauer, Nietzsche ÔÇô Das SELBST-Bewu├čtsein oder Vom Ich zum Selbst

BARBARA NEYMEYR
Selbstbewu├čtsein ohne Selbst? ÔÇô Zur Bewu├čtseinsproblematik in Schopenhauers ├ästhetik

ENDRE KISS
Die Neukonstitution der philosophischen Wissenschaften als Nietzsches L├Âsung des Bewu├čtseinsproblems

RAFAEL CAPURRO
Bewu├čtsein oder Dasein?

WIEBRECHT RIES
┬╗Metaphysik der autonomen Schatten┬ź ÔÇô Zum Problem des Bewu├čtseins in Fernando Pessoas ┬╗Buch der Unruhe┬ź

RENATE BAUER
Die Zukunft des Bewu├čtseins ÔÇô Science Fiction und ihre Phantasien

KLAUS WELLNER
Die Rolle des Bewu├čtseins f├╝r die Entwicklung des objektiven Geistes