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Bild T├Âdliche Lehre

T├Âdliche Lehre

Kategorie:
Religionskritik
Bestellnr:
20577
Autor:
Watters, Wendell W.
Ausf├╝hrung:
311 S., kart.
ISBN:
978-3-9802799-9-4
Verlag:
Angelika Lenz Verlag

16,40 €*
*incl. 7% MwSt


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Inhalt:

Die spannende Analyse der psychischen Schäden, die durch Fundamentalismus hervorgerufen werden, liegt jetzt auch in deutsch vor. Watters war Professor für Psychiatrie an der Universität in Hamilton, Ontario.


Rezension:

Vorsicht - christlicher Glaube könnte Ihre Gesundheit gefährden. Die christliche Religion stellt sich als ein Weg zur Zufriedenheit, geistiger Gesundheit und zur Erlösung vor. Aber ist das wirklich wahr? In „Tödliche Lehre“ gibt Dr. Wendell Watters eine kraftvolle Argumentation, die auf seinen langen Jahren klinischer Erfahrung beruht, die er mit Einzelpersonen, Paaren und Familien gesammelt hat, wieder. Danach steht das Christntum einer menschlichen Entwicklung in so wesentlichen Bereichen wie Selbstachtung, Sexualität und der gesellschaftlichen Interaktion im Wege. Das tragische Ergebnis so einer christlichen Konditionierung sind oft unsoziales Verhalten, Sexualstörungen, schlechte psychologische Entwicklung, Furcht und sogar größere psychiatrische Erkrankungen.


Christliche Indoktrination ist nicht nur ein Problem, das den einzelnen oder einzelne Familien btrifft; die schädlichen Einflüsse ihrer Lehren über einen Zeitraum von annähernd 2000 Jahren durchdringen die Gesellschaft ganz allgemein, sogar die, die keine Christen sind, und auf eine Weise, die die Wohlfahrt der Menschen und ihre Lebensqualität ernsthaft unterminiert. Die christliche Befürwortung der Zeugung hat zu großen Familien ermuntert, unabhängig von der Fähigkeit der Familien, damit emotional oder finanziell fertig zu werden. Die christliche Kirche hat starre Geschlechterrollen festgeschrieben, die alle Praktiken, die nicht direkt zur Empfängnis führen, verbieten. Durch Förderung sexueller Unkenntnis und Verantwortungsloskeit hat das Christentum zur Verbreitung solch gesellschaftlicher Übel wie Vergewaltigung, sexuelle Belästigung von Kindern und Pornographie beigetragen.


Neuere Forschungsdaten in den Bereichen Psychologie und Religion werden angeführt, um zu zeigen, dass Patienten mit einem festgefügten Glaubenssystem mehr Rassismus und weniger Offenheit und Beweglichkeit zeigen als diejenigen, die eine suchende wissenschaftliche Haltung dem Leben gegenüber haben. Biologische Veranlagungen zu schweren Depressionen und Schizophrenie können durch die Förderung des christlichen Körper-Seele-Dualismus, durch Selbstverleugnung und eng definierte gesellschaftliche Rollen noch verschlimmert werden.


Die christliche Kirche kann jedoch nicht vollkommen unzugänglich für die Forderung der Gesellschaft nach Veränderung bleiben. In Anlehnung an die futuristische Novelle „1984“ beschreibt Dr. Watters, wie die Christenheit sich zögernd einem Prozess der „Korrektur“ unterzogen hat, indem sie ihre offiziellen Ansichten über Sklaverei, Deokratie, Psychoanalyse, Sexualität und Fortpflanzung und religiöser Duldung verändert. Ungeachtet der Bemühungen, sich reinzuwaschen, bleibt das blutige Register der Inquisition, des Autoritarismus und der Unterdrückung davon unberührt. Tatsächlich hat sich während der vergangenen zehn Jahre die kirchliche Politik auf einen größeren Konservativismus hin entwickelt. Im Angesicht von so viel menschlichem Leid, das von der christlichen Doktrin herrührt, ist es zwingend, dass Fachleute des Gesundheitswesens, in der Erkenntnis, dass das christliche Glaubenssystem eine Suchtkrankheit ist, eine religiöse Zustandsüberprüfung entwickeln, um zu bewerten, wie Vorstellungen über das Leben die von christlicher Rede über Gott abgeleitet sind, eine gesunde Funktion beeinträchtigen. Bei Nichterkennung der ROlle, die unterdrückerische religiöse Glauben bei Geisteskrankheiten spielen, fördern Ärzte für innere Medizin und andere Mitarbeiter des Gesundheitswesens die anhaltende Unterdrückung des menschlichen Glücks und der menschlichen Erfüllung.


Wenn wir uns selber von dem zerstörerischen Ende, zu dem uns die Rede über Gott führt, befreien wollen, müssen wir uns selber von der Abhängigkeit von religiösen Doktrinen befreien, die uns lehren, Selbstverantwortung in allen Bereichen unseres Lebens zu verneinen. Dr. Watters Vorschläge für eine Umgestaltun ggesellschaftlicher Bildung stellen eine dringend benötigte Korrektur zu abhängig machenden religiösen Programmen dar. Nur durch ordentliche Bildung kann man die Hoffnung haben, zu gehesen und das Primat der Vernunft und des kritischen Denkens wieder herzustellen.


Dr. Wendell W. Watters ist emeritierter Professor für Psychiatrie an der McMater Universität, Hamilton, Ontario, Kanada.


 


(erschienen in "Kristall", Heft 3/1993