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Bild Denn es steht geschrieben

Denn es steht geschrieben

Predigten eines Ungl├Ąubigen - Kritische Gedanken zum Neuen Testament

Kategorie:
Religionskritik
Bestellnr:
21020
Autor:
Schepper, Rainer
Ausf├╝hrung:
185 S., kart.
ISBN:
978-3-933037-83-1
Verlag:
Angelika Lenz Verlag

14,90 €*
*incl. 7% MwSt


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Inhalt:
Auch dieses Buch von Rainer Schepper ist getragen und durchdrungen vom unbestechlichen Geist eines ethisch gepr├Ągten Humanismus, der die Evangelien engagiert, aber vorurteilsfrei unter einem einzigen Gesichtspunkt w├╝rdigt: dem der integren Menschlichkeit und der f├╝r alle ohne Ausnahme geltenden Menschenrechte. Auch dort, wo der Autor die Waffe der Satire, der Ironie, des Spotts einsetzt, geschieht dies ausschlie├člich aus humanen Beweggr├╝nden, um die Fassaden und Illusionen falscher Christlichkeit, die sich in zwei Jahrtausenden Christentumsgeschichte gebildet haben, abzubauen. (Prof. Dr. Hubertus Mynarek)

Rezension:Rezension von Renate Bauer, Landessprecherin der Freireligi├Âsen Landesgemeinde Pfalz K.d.├Â.R.:

Kritische Gedanken zum Neuen Testament, nennt Rainer Schepper seine Betrachtungen bekannter Worte aus dem Teil der Bibel, der f├╝r Christen der wesentliche ist, n├Ąmlich die sogenannten Evangelien und die Apostelgeschichte. In zwei Hauptteilen greift er zentrale Verse aus den Evangelien und aus einigen Apostelbriefen, speziell Briefe von Petrus und Paulus heraus und untersucht sie auf ihre Tauglichkeit als ethische Grunds├Ątze.
Bemerkenswert an Scheppers Arbeit ist zum einen die Sorgfalt, mit der er an die gew├Ąhlten Textstellen herangeht. Er nimmt nicht einfach nur einen Vers aus einem der Evangelien, wie es gew├Âhnlich bei Predigten geschieht, die einen Text herausgreifen, sondern er vergleicht die Verse ├╝ber die Evangelien hinweg und stellt auch den Zusammenhang, in dem die Verse stehen, vor. Zum zweiten untersucht er nun diese Stellen auf ihre Tauglichkeit zur Ethik. Schepper trennt dabei zwischen Moral, die er als Einhalten vorgegebener Regeln versteht und Ethik selbst, die er als von jedem Einzelnen gr├╝ndlich erarbeitete und durchdachte Grundprinzipien versteht, mit denen Menschen ihr t├Ągliches Handeln bewerten und bestimmen. Ganz deutlich wird dies etwa im Kapitel zum Vers ÔÇ×wer aber nicht glaubt, wird verdammt werdenÔÇť (Markus 16,16). Nun wird eine solche Trennung zwischen Moral und Ethik nicht durchg├Ąngig in der Philosophie aufrecht erhalten. Die Unterscheidung, die Schepper hier trifft, verweist mehr auf Theorien aus der Psychologie und deren Untersuchungen zur Entwicklung der moralischen Urteilsf├Ąhigkeit. Dort werden einzelne Stufen des moralischen Urteils in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen postuliert, wobei jene Stufe, die Scheppers Definition von Moral entspricht, n├Ąmlich Gehorsam gegen├╝ber vorgegebenen Normen, etwa der Stufe der konventionellen Moral entspricht, sofern Einsicht in die Notwendigkeit der Normen f├╝r die ganze Gesellschaft vorliegt, bei blo├čem Gehorsam gegen├╝ber vorgegebenen Regeln w├╝rde dies sogar nur einer pr├Ąkonventionellen Stufe entsprechen. Die weitere Entwicklung der moralischen Urteilsf├Ąhigkeit f├╝hrt zur Einsicht in die Notwendigkeit ├╝bergreifender abstrakter ethischer Grundprinzipien, die aufgrund eigener Entscheidung als vern├╝nftig und f├╝r alle geltend erkannt werden und deren Geltung im Diskurs gemeinsam erreicht wird.
Auch wenn Schepper auf solche Hinweise zur Entwicklung moralischen Denkens keinen Bezug nimmt, illustrieren seine Analysen der Textstellen sehr deutlich die Unterschiede zwischen der Einhaltung einer selbst erarbeiteten Ethik und dem Gehorsam gegen├╝ber Regeln, die in sich widerspr├╝chlich und ungen├╝gend sind. Was Schepper auch immer wieder klar herausarbeitet, sind die ├ťberforderungen, die viele der Verse von Menschen verlangen und deren Auswirkungen auf die seelische Verfasstheit des Menschen. Solche ├ťberforderungen machen nicht nur Angst, wie er schreibt, sie machen auch depressiv.
Schepper vermeidet bei aller Kritik eine reine Schwarz-Wei├č-Malerei, er findet lobende Worte f├╝r gute Ans├Ątze und Spr├╝che, macht aber immer wieder deutlich, dass sie im Kontext gesehen eben nur eine Seite darstellen und in Widerspruch zu vielen anderen weniger positiv zu sehenden Textstellen stehen.
Scheppers Buch ist f├╝r jeden, der sich mit Bibelzitaten und ihrem Gehalt auseinandersetzen will, eine wichtige Quelle, auch als Argumentationshilfe, wenn mal wieder auf die ├ťberlegenheit einer christlichen Moral und Lehre gegen├╝ber Ungl├Ąubigen abgehoben wird. Es ist gut lesbar und sehr ├╝bersichtlich und regt vielleicht an, sich auch mit anderen Versen einmal ├Ąhnlich kritisch auseinanderzusetzen.

Renate Bauer
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Kundenrezension von amazon.de
Der Gehalt von Jesus-Worten - ohne Theologen-Schwall, 11. Dezember 2000
Von Ein Kunde

In dem Buch betrachtet Rainer Schepper bekannte Jesus- und Apostel-Worte so unvoreingenommen, wie dies nach jahrtausendealtem Wirken christlicher Theologie irgend m├Âglich ist, um das tats├Ąchlich inhaltlich Angetroffene schn├Ârkellos nach seinem Gehalt wiederzugeben. Der Verfasser "predigt" unverbl├╝mt. Er l├Ą├čt sich nicht auf theologische H├Ąndel ein, sondern reflektiert als ein denkender und frei sein wollender Mensch, was ihm im Neuen Testament gegen├╝bertritt. Sein Urteil ist negativ, vergleichbar dem Urteil des Psychologieprofessors Franz Buggle ("Denn sie wissen nicht, was sie glauben. Oder warum man redlicherweise nicht mehr Christ sein kann.")

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