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Bild Wachstum an Menschlichkeit

Wachstum an Menschlichkeit

Humanismus als Grundlage

Kategorie:
Freigeistige Weltanschauung
Bestellnr:
21019
Autor:
Kuhr, Rudolf
Ausf├╝hrung:
423 S., kart.
ISBN:
978-3-933037-81-7
Verlag:
Angelika Lenz Verlag

19,90 €*
*incl. 7% MwSt


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Inhalt:

Erweiterte Neuauflage! Anlass für diese Arbeit ist ein zunehmender Bedarf in der Gesellschaft an verbindlicher, ethischer Orientierung. Der Grund dafür liegt in überholten Traditionen, einer zu großen Betonung materieller Werte und einem Verlust an innerer Sicherheit und Menschlichkeit. Es ist an der Zeit, Abschied zu nehmen von angenehmen, aber kindhaften Vorstellungen von jenseitiger Hilfe, um dafür erwachsen zu werden und selbst die Verantwortung für das Tun im Hier und Jetzt zu übernehmen. Mit einer Sammlung von über 500 weltanschaulichen Zitaten aus mehreren Jahrhunderten.


Rezension:

Eine Meinung zum Buch


Rudolf Kuhr wendet sich mit seinem Buch besonders an jene Leser, welche bereits das grundlegend Falsche an dem erahnen, was wir allgemein als gesellschaftliche Tradition, Kultur oder auch Gepflogenheit kennen.


Sein Buch bietet weniger streitbare theoretische Gedankengänge als ganz praktische Fragen zu völlig alltäglichen Situationen und Umständen. Das macht dieses Buch attraktiv für eine breite Leserschicht.


In einer Vielzahl von kurzgefaßten Artikeln wird eine weite Palette von vordergründigen Selbstverständlichkeiten thematisiert und dabei geschickt hinterfragt. Damit haben Leser jeglicher Herkunft, durch einfache Worte angesprochen, selbst die Möglichkeit, weiter zu denken. Ganz und gar unaufdringlich wird eine Arbeit am eigenen Selbst(verständnis) begonnen oder bestätigt und weitergeführt, je nach persönlichem Ausgangspunkt.


Mit der Arbeit am eigenen Selbst zielt der Autor weder auf dogmatisches Bekehren noch ein trennendes Ideologisieren. Er stärkt allein den humanistischen Gedanken des Weges, der bereits das Ziel ist. Ohne jegliches Polarisieren eröffnen sich dadurch klare Entscheidungen, die einem Wachstum an verantwortlicher Menschlichkeit dienen, welches heute die Voraussetzung für ein globales Überleben zu sein scheint.


Dr. Wolfgang Fischer, München


aus: http://www.humanistische-aktion.de/kuhr.htm


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Das Standardwerk für kritisch denkende Menschen
In kaum einem anderen Buch wird der Leser derart auf die eigenen Beine gestellt und daran erinnert, daß ein verantwortliches Handeln nicht nur für das eigene Leben unverzichtbar ist.


Die beeindruckende Art, wie Rudolf Kuhr bestehende Traditionen gekonnt und kritisch hinterfragt, sie als überflüssig darstellt und zu neuen Verhaltensweisen aufruft beeindruckt nicht nur für die Zeit des Lesens von dieser Lektüre. "Wachstum an Menschlichkeit" stellt einen Leitfaden für alle Menschen dar, die gewillt sind ihre Mündigkeit in und für diese Welt zu entwickeln und aufrecht zu halten.


Sehr wahrscheinlich das nützlichste Geschenk zu besonderen Anlässen (Geburtstage, Kommunionen, Konfirmationen, Hochzeit, etc.)


www.kirchenkritik.de


aus: http://www.wachstum-an-menschlichkeit.de/


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Buchbesprechung


Rudolf Kuhr hat uns hier ein Buch vorgelegt, das m.E. als eine echte und entscheidende Bereicherung freigeistigen, freireligiösen, freidenkerischen Schrifttums gewertet werden muss. Es ist erstaunlich, welch enorme Anzahl von Aspekten der Autor aus seinem ganz grundlegenden Hauptthema "Humanismus" herausholt, so dass sich sein Werk als Lexikon, ja geradezu als umfassende Enzyklopädie der Humanität in Theorie und Praxis präsentiert. Es scheint kein Thema in diesem "humanistischem Kompendium" zu fehlen: In wohltuend relativ kurzen Kapiteln werden Themen wie Lebensqualität, Ideologien, Weltbild-Modelle, Heil, Erlösung, Lebenssinn, Religion, Konfession, Glaube, Demokratie, Frieden, Weltbürgertum, Mündigkeit, Freiheit, das Böse, Werte-Systeme, Ethik, Daseinsorientierung, Identitätsfindung, Kultur, Menschenwürde, Sexualität, Kindeswürde und -missbrauch, Trennung von Staat und Kirche, Umwelt, Wohnprojekte, Medien etc. pp. analysiert und charakterisiert.


Die eben aufgezählten Stichworte könnten den Eindruck einer gewissen Beliebigkeit hervorrufen. Aber sie haben in Kuhrs Buch im Rahmen eines durchaus logisch-plausiblen Aufbaus ihren jeweils legitimen Platz.


Natürlich liegt es an der, wie gesagt, an sich angenehmen Kürze der einzelnen Artikel, dass nicht jedes der Themen, von denen über manches ja Tausende von Büchern und Aufsätzen geschrieben wurden, erschöpfend dargestellt werden konnte. Aber das ist im Grunde die crux jedes Lexikons, jeder Enzyklopädie. Wo sie solide informieren, geben sie die entsprechenden Impulse zur weiteren Vertiefung und Weiterbildung. Und nur das ist ihr Sinn und Zweck!


Geradezu von einer lebenslangen Arbeit des Autors am Stoff zeugen die 87 Seiten am Schluss des Buches, auf denen er die erfrischenden, befreienden Ideen, Intuitionen, Lebensweisheiten, Institutionskritiken usw. der größten Denker der Menschheit am Leser vorbeidefilieren lässt, wobei hier nur zu beanstanden wäre, dass er bei diesen Zitaten nicht immer die vollständigen Quellen nennt. Das beigefügte Personen-Register kompensiert aber einigermaßen diesen Mangel.


Präzis und prägnant unterscheidet der Autor auch zwischen den weltanschaulichen Richtungen des Atheismus, Pantheismus, Polytheismus und Agnostizismus, die ja immer wieder bei Diskussionen mit Missverständnissen behaftet sind.


Was der Rezensent schon vor Jahren in seinen Büchern "Religiös ohne Gott" und "Ökologische Religion" vorgeschlagen hat, nämlich Religion von ihren nicht notwendigen Überbauten des Gottes und der Götter, der Geister und Dämonen zu befreien, führt Kuhr detailliert aus. Und er zeigt, dass gerade dann die "Brückenfunktion" echter Religiosität realisiert wird, die darin besteht, dass "auf der einen Seite mehr die Natur beachtet und geschützt wird und auf der anderen Seite mehr der Mensch zu sich selbst findet und weiterbildet. Nur so erreicht er die für eine stabile Mit-Welt notwendige innere Stabilität und eigene Identität" (S.93).


Bei dem etwas zu kurz geratenen Kapitel über die Tiere hätte sich der Rezensent allerdings eine noch umfassendere und tiefer schürfende an den zum Himmel schreienden tierquälerischen Verhaltensweisen der Menschen gewünscht, wobei auch der Hinweis auf die echtem Wachstum der Humanität im Wege stehenden, im Grunde kannibalistischen Essgewohnheiten vieler Menschen nicht hätte fehlen dürfen. Wir haben überhaupt kein Recht, hochorganisierte, hochdifferenzierte Organismen von Tieren zu töten, die doch in der Evolution die Stafette des Lebens an uns weitergereicht haben.


Aber der Rezensent bleibt trotz weniger beanstandbarer Punkte bei der Überzeugung, dass das hier besprochene Buch eigentlich in jede Bibliothek eines Humanisten, der diesen Namen verdient, gehört, ja dass es dort an vorderster Stelle stehen sollte, weil es als Nachschlagewerk viele andere Publikationen ersetzen kann und gerade bei undogmatischen freireligiösen Menschen wesentlich zur begrifflichen und emotionalen Klärung beizutragen vermag.


Prof. Dr. Hubertus Mynarek


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aus einem spontanen Brief


Hallo,


soeben lese ich Dein Buch und muss, nach den ersten Eindrücken, sogleich meinen Dank aussprechen, was mich dazu veranlasst hat, sogleich vom Handy aus diese E-Mail zu verfassen. Ich hätte mir schon eher die Zeit für diese Texte nehmen sollen.


Diese (zumindest jene, welche ich bereits gelesen habe) haben mir viele neue Einsichten, vor allem was den Begriff der Religion (oder richtig gesagt Konfession) betrifft, gebracht. Ehrlich muss ich gestehen, dass ich diese wichtige Sache bisher nur sehr oberflächlich betrachtet habe. Die Bibel ist für mich noch nie etwas anderes, als eine alte Erzählung in Geschichtsbuchform, die offensichtlich von verschiedenen Menschen erfunden wurde (da sich einige Lehren widersprechen, einige sogar widerrufen werden), gewesen und so hab ich diese auch immer gelesen. Wie diese auf einen Menschen wirkt, der seit seiner Geburt diese Texte gepredigt bekommt, sie Alle ohne Hinterfragen als Leitstern seines Handelns anerkennt, da hab ich nicht drüber nachgedacht.


Mir hat der vorige Konsum einiger Schriften von Goethe, Lessing, Marx und Fromm wohl zu einem anderen Blickwinkel verholfen. In der Schule hatte ich Ethik und nicht das Fach Religion; getauft wurde ich zwar, kann mich allerdings nicht mehr dran erinnern und aus einer heiligen Schrift wurde mir auch nie vorgelesen, so dass ich die Bibel aus eigenem Interesse aufgeschlagen und mit eigenen Gefühlen lesen konnte. Den Tod Christi im NT hab ich als Tod des Menschen, der nur den materiellen Dingen, als Götzendiener, nacheifert und seine Wiedergeburt als die Geburt des geistigen, denkenden Menschen aufgefasst. Für mich ist er nur eine symbolische Figur, wie diese in vielen alten (vor allem griechischen) Sagen auftreten - ein Heiliger Vater, der Hirte aller Menschenschafe, kam mir zum Glück nicht in den Sinn. Sehr Schlimm ist es, dass es so ausgelegt werden kann!


Robert Matthees (18 Jahre)
Dresden 06.11.03


und hier seine Buchbesprechung









 
Die Probleme unserer Gesellschaft, das Bewusstsein der Menschenwürde und die Bereitschaft zum aktiven Denken sind einige der Themen, die Rudolf Kuhr - verbunden mit den humanen Grundfragestellungen der Philosophie (Zusammengefasst: Was ist der Sinn des menschlichen Lebens?) - in seinem Buch "Wachstum an Menschlichkeit" behandelt. Dabei ist es ihm sehr wichtig, dass seine Veröffentlichungen allgemein verständlich sind. Der Autor ist kein hochstudierter Fachphilosoph irgendeiner Universität, der mit unverständlichen Wortwendungen unbegreifliche Sachverhalte zu verdeutlichen versucht, vielmehr gleicht sein Schreiben dem gefühlsvollen Erfahrungsbericht eines Menschen, der seinen Humanismus als freie Weltanschauung vertritt und stets mit großem Eifer bemüht ist, seinem Ziel einer humanen Weltgemeinschaft entgegenzuarbeiten.

Sein Beruf sei, Mensch zu sein, antwortet der im Jahr 1937 geborene Initiator der gemeinnützigen Initiative "Humanistische AKTION" auf die Frage nach seiner Beschäftigung, allerdings befinde er sich noch in der Ausbildung. Dies ist sicherlich als Verweis auf sein Idealbild des stets-an-sich-arbeitenden Menschen, der jederzeit um das aktive Denken bemüht ist, zu verstehen. Oft spricht er deshalb eine Religionskritik aus, die sich scharf gegen eine passive Teilnahmslosigkeit im Leben richtet: "Die Welt ist nicht heil, aber heilbar."

Der Autor gehört zu den wenigen Personen, die frei nach ihrem eigenen Denken schreiben und sich nicht nach den aktuellen Literaturinteressen - wie etwa Science Fiction, Liebesdramen & Co. - richten, nur weil solche Texte wohlmöglich einen höheren Absatz versprechen würden. Es schreibt auch kein still-schwärmender Idealist, sondern ein Humanist, der den Mut besitzt, seine Meinung - auch wenn sie von der Mehrheit seiner Mitmenschen als Kritik aufgefasst werden mag - ohne Scheu auszusprechen. So versucht er seine Leserinnen und Leser - mit einem überzeugt-anschaulichen Schreibstil - unter Umständen auf Alternativen zu ihrer aktuellen Lebensphilosophie hinzuweisen:

"Gesellschaftliche Traditionen verlieren an Bedeutung, materielle Orientierung verdrängt Natur und Menschlichkeit, Neuorientierung ist notwendig, wenn wir sinnvoller leben wollen, das ist mein Thema."

Das Buch "Wachstum an Menschlichkeit - Humanismus als Grundlage" enthält eine Sammlung seiner veröffentlichten Aufsätze und Artikel, Berichte seiner Arbeit als Mensch und eine Vielzahl weltanschaulicher Zitate - illustriert durch mehrere Bilder aus der Natur.

Rudolf Kuhr handelt nach dem was er denkt und als Agnostiker frei von kulturell-vorbestimmten Vorurteilen, getreu den Worten Gandhis:

"Wir selbst müssen die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen wollen."

Mit bestem Dank
Robert Matthees
Dresden, 17. Mai 2004


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noch ein Brief


Sehr geehrter Herr Kuhr,


habe nun einiges aus Ihrem Buch gelesen und bin damit zum großen Teil Ihrer Meinung. Sie nahmen das Christentum als Thema, wobei ich andere Religionen genauso - oder teilweise schlimmer - als irreführend und versklavend finde.


Hatte das Glück der Sohn eines Muslims und einer Christin zu sein und habe mich mit den " Gottesreligionen" schon früh beschäftigt. Kann meine These aber schwer erklären. Ich glaube an "GOTT" nur, dieser Gott ist kaum vergleichbar mit den Anschauungen der Religionen. Ich nenne es "die mächtige Kraft" oder " die höhere Kraft" die Menschen und das, was wir wahrnehmen geschaffen hat. Diese höhere Kraft, muß nicht angebetet werden, und diese Kraft wird später die Menschen weder belohnen noch bestrafen, ganz zu schweigen davon, irgendwelche Propheten oder Religionen entsandt zu haben.


Wenn man die Geschichten in der Bibel, im Koran oder im Talmud liest, muß einem wirklich lächerlich vorkommen, mit welchen Märchen sich die Leute damals begeistern lassen haben. Um so mehr ist es verwunderlich, dass wir uns heute noch von solchen Sagen beeinflussen lassen. Habe die kindischen Kommentare der Politiker gelesen, was sie damit meinen, wenn sie sich auf Gottes Hilfe in ihrem Beamteneid beziehen.


Manchmal kommen mir Religionen vor wie eine Gehirnwäsche, die ihre Anhänger versucht zu versklaven. Deswegen wurden meine Kinder auch nicht getauft und werden Religionfrei aufwachsen, sie können später selbst durch Fragen und Forschen feststellen, was für sie richtig wäre.


Wichtig ist von dem Ganzen, das was Sie auch anstreben in Ihrem Buch, dass man aktiv in der Gesellschaft das Gute verbreitet und sich bemüht, selbst ein gutes, nützliches Mitglied in der Gesellschaft zu sein, und dafür braucht man wahrlich keine Religionen!!


Ich danke Ihnen für Ihr Buch, denn sowas hat bei mir gefehlt, und wünsche Ihnen noch viel mehr schöne und nützliche Gedanken wie diese.


Hussam Chaban
München 14.03.04


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Buchbesprechung


Rudolf Kuhr, Initiator der Humanistischen AKTION, ist ein umtriebiger Mann - einer, der sich einmischt, der entschieden für eine gerechtere Gesellschaft kämpft und dabei Jahr für Jahr Hunderte von Briefen versendet, kurzum: ein Musterbeispiel für den mündigen Bürger der Zivilgesellschaft. Im Angelika Lenz Verlag ist nun eine Sammlung seiner weltanschaulichen und politischen Texte erschienen. Das Buch ist in vier Teile untergliedert. Der erste Teil ("Positionen und Perspektiven") enthält u.a. Gedanken zur Lebensqualität, zum Verhältnis von Humanismus und Religion, zu Fragen der Mündigkeit, des Weltbürgertums und des Lebenssinns. Im zweiten Teil ("Annäherungen und Einmischungen") werden diese allgemeinen Orientierungsmaßstäbe auf konkrete lebensweltliche Probleme angewendet. Dabei geht es u.a. um den Aufbau einer freien und humanen sexuellen Kultur, um verantwortlichen Umgang mit Tieren, um Chancen, die sich aus dem Versuch eines "Philosophierens mit Kindern" ergeben und um konkrete Vorschläge zu Grundgesetzänderungen, die eine Weiterentwicklung der Gesellschaft ermöglichen sollen. Im dritten Teil des Buches wird die von Kuhr ins Leben gerufene "Humanistische AKTION" anhand konkreter Initiativen ("Humanistischer Informationsdienst", "Bürger-Initiative-Medien") vorgestellt, der vierte Teil enthält eine Sammlung von über 500 kritischen Zitaten zum Themenkomplex Weltanschauung, Religion, Glauben, Christentum und Kirche.


Es ist bewundernswert, mit welchem Elan und Durchhaltevermögen sich Rudolf Kuhr für seine Vision von Weltbürgertum und humaner Lebensorientierung einsetzt. Sicherlich: Kuhrs Pathos, das zuweilen an den "Weltethos"-Theologen Hans Küng erinnert, mag befremdlich wirken in einer Welt, in der Ideale "peinlich" und politisches Engagement "uncool" geworden sind. Es wäre ein Leichtes, den Autor als "idealistischen Schwärmer" abzuqualifizieren, sein Buch als "gut gemeinten Versuch" der Lächerlichkeit preiszugeben. Aber man würde dabei übersehen, dass dieses Pathos, dieses Engagement für den Humanismus, nicht aufgesetzt ist, sondern einer authentischen Lebenspraxis entspringt. Hier schreibt kein Experte, der gelehrig und distanziert über Humanismus referiert, sondern ein Mensch, der sich aufrichtig bemüht, seine Menschlichkeit zu entfalten. Wenn Rudolf Kuhr auf die Frage, was er von Beruf sei, antwortet, er sei ein Mensch, befinde sich aber noch in der Ausbildung, so ist das nicht so eben dahingesagt. Kuhr nimmt Gandhis Wort ernst, dass wir selbst die Veränderung sein müssen, die wir in der Welt sehen wollen. Das spürt man in jeder Zeile.


Insgesamt präsentiert sich Rudolf Kuhrs "Wachstum an Menschlichkeit" als ein engagiertes Buch "von unten", ein Buch, das zum Nachdenken und Mitmachen anregen möchte und mit durchaus gescheiten Vorschlägen für eine humane Veränderung unserer Kultur aufwartet. Wie gesagt: Ein Musterbeispiel für das Engagement eines mündigen Bürgers der Zivilgesellschaft. Robert Jungk hätte es mit Freude registriert.


Dr. Michael Schmidt-Salomon in 'Pro Zukunft' III/ 01 


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aus Briefen


Lieber Herr Kuhr,

Zu Ihrem Buch, das mir ausgezeichnet gefällt:


Es ist geradezu verblüffend, wie wir unabhängig voneinander ähnliche Gedanken aufgreifen. Ich halte das aber gar nicht für so einen Zufall, schließlich führt logisches Denken zu solchen und artverwandten Schlüssen.


Der unschlagbare Höhepunkt Ihres Buches steht für mich auf Seite 38: "Die Anerkennung des Naturgesetzes ermöglicht Wahrhaftigkeit. ". Eine wunderbar formulierte Kernaussage!

Ich gratuliere Ihnen zu dem Buch, werde es weiterempfehlen und auch verschenken.


Herzliche Grüße
Ihr Reinhard W.
03.10.04


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Lieber Herr Kuhr,

Ihr Buch "Wachstum an Menschlichkeit" hat meine Frau gleich bestellt. Ich lese sehr gern darin. Ihr Begriff von Humanismus ist eine sachgemäße Grundlage für eine ethische Weltgemeinschaft. Es wird darauf ankommen, dass sich immer mehr Menschen darauf einlassen.


Übrigens komme ich vom normativen Begriff des Christentums her (nicht von der elenden realen Verwirklichung, wie Sie sie sehen) zu den gleichen humanen Einsichten wie Sie vom Begriff des Humanismus aus.


Ich meine, die erbärmliche Realität kann nur schlecht zur Beurteilung von normativen Begriffen dienen. Die Realität muss beurteilt werden nach einem Maßstab, der nur akzeptiert wird, wenn er Evidenz besitzt, d.h. wenn er aus sich selbst einsichtig gemacht werden kann. Den Vorrang dieser Evidenz gegenüber der Abhängigkeit von Autoritäten in Ihrem Buch schätze ich sehr.

Manfred Sch.
20.12.04


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Hallo Rudolf,


Ich habe mir übrigens dein Buch in gebundener Form zugelegt, es ist schon wesentlich bequemer und augenschonender, auf echtem Papier zu lesen. Außerdem schauen Bekannte, die mich besuchen, schon mal neugierig in das Buch, welches zufällig auf dem Tisch liegt ;-), ich würde es nie hinbekommen, die vor den Rechner zu locken.

Liebe Grüße von Dennis
24.05.05


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Lieber Rudolf Kuhr!


Ich heiße Florian Oswald, bin 21 Jahre und lebe in Klagenfurt (Kärnten, Österreich.) Zurzeit studiere ich Philosophie und Pädagogik an der Uni Klagenfurt. Ich bin durch Zufall auf Ihre Homepage gestoßen, habe mich dann aber mehr mit ihren Texten auseinandergesetzt und mir schließlich ihr Buch "Wachstum an Menschlichkeit" gekauft und gelesen. Prinzipiell habe ich auch eine humanistische Welt- oder Lebensanschauung, weshalb mir Ihre Internetseite und das Buch doch stark zugesagt haben. Ich habe mich auch schon vorher mit humanistischem Material beschäftigt (z.B.: Erich Fromm). Deshalb habe ich viele Ihrer Gedanken verstanden bzw. befürwortet.

Mit lieben Grüßen aus Klagenfurt
Florian Oswald
05.06.05