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Bild DFW-Heft 28: Es bewegt sich doch?

DFW-Heft 28: Es bewegt sich doch?

Von der Aufklärung zu Ronge und dann - wie es weiter geht in Religion, Weltanschauung und Gesellschaft

Kategorie:
DFW-Reihe: Berichte und Standpunkte
Bestellnr:
21045
Autor:
Bauer, Renate (Hg.)
AusfĂĽhrung:
88 S., kart.
ISBN:
978-3-943624-14-4
Verlag:
Angelika Lenz Verlag

9,90 €*
*incl. 7% MwSt


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Inhalt:
Am 21. und 22. September 2013 fand eine Tagung des Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften e. V. in Zusammenarbeit mit der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz, K.d.ö.R. in Ludwigshafen, Johannes-Ronge-Haus, Wörthstr. 6 a statt.

Anlass dazu boten die Jubiläen, die 2013 eintraten.

Am 5. Oktober 1713 wurde Denis Diderot geboren, dessen „Encyclopédie“ maßgeblich die Aufklärung vorantrieb.

Fast genau 100 Jahre später, am 16. Oktober 1813 wurde Johannes Ronge geboren, dessen Offener Brief an Bischof Arnoldi in Trier gegen die Ausstellung des sogenannten „heiligen Rockes“ Religions- und Glaubensfreiheit stark förderte. Durch ihn fühlten sich viele Menschen ermutigt, in eigenständigen deutschkatholischen Gemeinden und im protestantischen Sektor in denen der „Lichtfreunde“ religiöse und geistige Selbstbestimmung in demokratischer Form zu verwirklichen.

Die Tagung fragte nach den Impulsen, die Ronge aus der Aufklärung aufgriff und deren Umsetzung und Fortführung durch ihn. Zum zweiten untersuchte sie das Bleibende von Ronges Ansätzen, zum dritten wurde den neuen Aufgaben einer Aufklärung heute nachgegangen.

Johannes Ronge war eine schillernde Figur des 19. Jahrhunderts. Vielfach gefeiert als der „neue Luther“, verstand er es, zum richtigen Zeitpunkt Argumente und Ideen vorzutragen, um Bewegung in die erstarrte religiöse und politische Landschaft seiner Zeit zu bringen. Sein reformerischer Impuls ging dabei weit über die Themen der Religion hinaus mit dem Ziel einer allgemeinen Demokratisierung der Gesellschaft und der politischen Verhältnisse. Die angestrebten Veränderungen scheiterten politisch, und religiös vollzog sich der Wandel auch nicht ganz so, wie wohl von Ronge angedacht. In den im Band versammelten Referaten wird diskutiert, wie Ronge in den Verhältnissen seiner Zeit zu verorten ist, was als Impulse über ihn und das 19. Jahrhundert hinausweist.

Eingeschlossen in diesen Band ist auch die Rede anlässlich der Festveranstaltung zu seinem 200. Geburtstag „Johannes Ronge – ein Sohn der Stadt Breslau (Wroclaw) und erster Prediger der Christkatholischen Gemeinde Breslau (Wroclaw) 1845“, gehalten am 19. Oktober 2013 in Wroclaw, Polen, sowie zur gründlicheren Information der Leser ein Lebenslauf und Bilder von Johannes Ronge selbst.