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Bild DFW-Heft 25: ├ľkonomie f├╝r den Menschen

DFW-Heft 25: ├ľkonomie f├╝r den Menschen

Beitrag f├╝r eine humane Sozialethik

Kategorie:
DFW-Reihe: Berichte und Standpunkte
Bestellnr:
21023
Autor:
Mueller, Volker/Prem, Horst (Hg.)
Ausf├╝hrung:
114 S., kart.
ISBN:
978-3-933037-87-9
Verlag:
Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften

9,90 €*
*incl. 7% MwSt


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Inhalt:
Was hat die ├ľkonomie mit der Sozialethik zu tun? Wenn man vom amerikanischen Casino-Kapitalismus ausgeht, dann gar nichts.
Der beeindruckende Film ÔÇ×HomeÔÇť des Franzosen Yann Arthus-Bertran beschrieb den heutigen Umgang mit unseren Ressourcen. Es ist zu sp├Ąt Pessimist zu sein, war eine der Kernaussagen, die uns alle zum Handeln f├╝r eine umweltfreundliche Energiepolitik mit geschlossenen Stoffkreisl├Ąufen aufforderte.
Die Dogmen der ├ľkonomie beleuchtete Grahl von der Uni in W├╝rzburg. Sie gehen immer noch von unbegrenztem Wachstum in einer begrenzten Welt aus. Die nat├╝rlichen Ressourcen sind einfach nur eine weitere Kapitalform, die die Gesellschaft besitzt wie schnelle Computer, Humankapital in Form gut ausgebildeter Arbeitskr├Ąfte oder technologisches know-how in ihren Wissenschaftlern und Technikern. Mit solchen Zitaten von Nobelpreistr├Ągern der ├ľkonomie ├Âffnete Grahl allen Teilnehmern die Augen.
Schrimpff wiederum machte deutlich wie indianische Kulturen im Amazonasgebiet die dort vorhanden ausgezehrten B├Âden durch die Produktion von Schwarz-Erde, Terra Preta in fruchtbare Kulturlandschaften umwandelten. Der entsprechende Arte-Film ├╝ber Nullbodenbearbeitung verdeutlichte die vorsorgende Wirtschaftsweise dieser mit der Bibel unterm Arm und den mitgebrachten Infektionskrankheiten der Spanier ausgerotteten Hochkulturen. F├╝r alle relativ neu war die Erkenntnis, dass diese Humusbildung wesentliche Mengen CO2 aus der Atmosph├Ąre binden kann. Hier wurden Zukunftsfragen angesprochen, die f├╝r unser ├ťberleben auf dem Raumschiff Erde entscheidend sind.
Mueller machte in einer Analyse ├╝ber Ethik und ├ľkonomie deutlich, dass ├ľkonomie einem humanen Leitbild folgen muss. Urheber, Mittelpunkt und Ziel aller Wirtschaft ist der Mensch. Das Gemeinwohl ist gegen├╝ber Sonderinteressen Einzelner vorrangig. Diese These wurde auch von B├Ąr unterst├╝tzt.
Solange aber alle Klimakosten mit einer Diskontrate von 20% real auf Barwerte umgerechnet werden und es egal ist, ob der Golfstrom in einigen hundert Jahren aufgrund unserer heutigen Emissionen abrei├čt, dient ├ľkonomie nicht dem Menschen. Es ist Aufgabe der Politik dem Casino-Kapitalismus die ├Âkologisch-soziale Marktwirtschaft als Handlungsoption gegen├╝berzustellen und umzusetzen.
Wer diese Zusammenh├Ąnge geh├Ârt hatte fragte sich zurecht, was p├Ąpstliche Enzykliken wie die ÔÇ×Caritas in VeritateÔÇť zur L├Âsung unserer Probleme noch beitragen k├Ânnen oder ob sie nicht vielmehr aufgrund ihres falschen Welt- und Menschenbildes ein Teil des Problems sind. Umso wichtiger ist es, dass die humanistischen Verb├Ąnde Alternativen aufzeigen, die uns an die Grundlagen unseres Lebens zur├╝ckf├╝hren. ├ľkonomie ist kein Selbstzweck, sondern sie muss dem Menschen dienen.
Viele Teilnehmer verlie├čen das 25. DFW-Seminar in Schney vom 22.-24. Januar 2010 sehr nachdenklich, da sie ├╝ber Zusammenh├Ąnge informiert wurden, die sie so noch nicht gesehen hatten.